Nachhaltiges Wirtschaften

Der ökologische Umbau der Wirtschaft - die Grünen weisen den Weg

Die Grünen Schweiz verabschiedeten heute ihren Lösungskatalog zum ökologischen Umbau der Wirtschaft. Hauptverantwortlicher Redaktor war Andreas Kyriacou, Initiant der Grünen UnternehmerInnen. Das Papier ist auf der Website der Grünen als PDF verfügbar.

«Nachhaltig profitabel» - proofit.ch zeigt Praxisbeispiele

Das Portal proofit.ch zeigt, wie Firmen «nachhaltig profitabel» werden können. Es portraitiert UnternehmerInnen und deren Betriebe und zeigt, wie sie ökologischen und sozialen Zielen nachkommen. Der Webauftritt wurde von der öbu und dem Bundesamt für Energie initiiert und gestern bei der Firma Freitag erstmals vorgestellt.

Praxisbeispiele, Checklisten und anderes mehr helfen kleinen und grösseren Betrieben selbst eigene Schritte einzuleiten.

Die Energiewende ist nun auch politisch eingeläutet

76.4% der abstimmenden Zürcherinnen und Zürcher haben «Ja» gesagt zu einer nachhaltigen Entwicklung und zur 2000-Watt-Gesellschaft als verbindliches Ziel. Wir freuen uns, dass die Energiewende nun definitiv auch politisch eingeläutet ist. Aus unternehmerischer Sicht ist der Tatbeweis, dass die in der Gemeindeordnung neu definierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen sind, längst erfolgt (siehe Blog-Eintrag vom 12.11.).

Der Stadtrat hat wichtige Schritte bereits vorbereitet. Nebst Investitionen in Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen ist erfreulicherweise auch die Schaffung eines Beraterteams geplant, welches KMU in Fragen der Energieeffizienz unterstützt. Zürich wird nun also zur Schrittmacherin für die schweizerische Energiepolitik. Ganz sicher aber wird Zürich nicht zum Sonderfall, wie economie-Suisse-Vertreter Urs Näf gestern in einer Stellungnahme suggerierte. Die Zürcherinnen und Zürcher haben lediglich vorweggenommen, was neu auch schweizweit als Norm gelten wird: Eine sichere Energieversorgung erreichen wir mittels erhöhter Energieeffizienz und einem stetig steigenden Anteil von Energie aus erneuerbaren Quellen. Die überaus risikobehaftete Atomenergie hingegen gehört der Vergangenheit an.

Nullenergiebürohäuser, Windkraftanlagen, Mobilitätsmanagement - wie UnternehmerInnen Nachhaltigkeitsziele erreichen

Auf Einladung der Grünen UnternehmerInnen zeigten heute drei FirmenvertreterInnen beispielhaft, was Zürcher Firmen bereits heute zur Erreichung ambitiöser Nachhaltigkeitsziele beitragen.

Beat Kämpfen, mehrfach mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichneter Architekt, zeigte anhand des neuen Hauptsitzes der Marché-Kette, dass ein Bürogebäude heute problemlos als Nullenergiehaus gebaut werden kann. Auch bei Sanierungen kann der Energieverbrauch auf einen Bruchteil bisheriger Werte reduziert werden, wie Kämpfen am Beispiel ein Doppelhaus aus dem Jahr 1946 zeigte.

Der mit dem diesjährigen Innovationspreis ausgezeichnete Alexander Stoev betonte, dass alleine seine Firma pro Jahr Windanlagen errichtet, welch die Leistung eines halben AKW aufwiesen. Der Gründer der IDS AG, die sowohl eigens entwickelte Windkraft- wie auch für Fotovoltaikanlagen anbietet, bedauerte, dass die der ehemalige Solarpionier Schweiz bei den erneuerbaren Energien ins Hintertreffen geraten sei. Im Vergleich zum europäischen Umfeld würde aufgrund der ungünstigen politischen Rahmenbedingungen nur ein Bruchteil an Anlagen errichtet.

Die Nachhaligkeitsberaterin Myrta Burch zeigte, dass auch im Transportwesen markante Einsparungen bereits mit einfachen Mitteln zu erreichen sind. Spesenmodelle, welche das wenig Fahren belohnen, GPS-unterstützte Routenwahl, die Umstellung von Fahrzeugflotten auf sparsame Modelle und das Anbieten von öV-Zonenabonnements für Mitarbeiter würden zu Einsparungen führen, die wirtschaftlich und ökologisch zugleich seien.

Der Gewerbeverband, sträubt sich mit seiner rückwärts gerichteten Nein-Parole nicht nur gegen dringend nötigen Umwelt- und Klimaschutz. Er zeigt offenbar auch keinerlei Interesse daran, dass der Wirtschaftsraum Zürich innovativen Unternehmen Platz bietet.

Die Medienmitteilung zur heutigen Pressekonferenz ist hier verlinkt.

Nachhaltigkeit unter den Megatrends für Unternehmensführer

Im Auftrag der FAZ analysierten die ÖkonomInnen Steve Tappin, Andrew Cave und Christine Stimpel die aktuellen «Megatrends, auf die globale Wirtschaftsführer Antworten finden müssen». Fünf Stück machten sie aus, darunter auf Platz zwei: «Nachhaltigkeit als Geschäftschance»:

Es gilt, den Gegensatz zwischen Unternehmens- und gesellschaftlichen Interessen zu versöhnen. In England nennt man dies, einen Corporate Environmentalism aufzubauen. Der CEO gehört bei dieser Bewegung an die vorderste Front, er muss «Nachhaltigkeit» vorleben und den Prozess selbst nachhaltig begleiten.

«Die Photovoltaik-Welle wird auch die Schweiz überrollen»

Robert Kröni, Geschäftsführer der im Zürcher Technopark angesiedelten edisun AG, ist überzeugt, dass seine Branche einen ganz wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung leisten wird. In einem Interview mit der NZZ sagt er:

«Die Photovoltaik-Welle wird auch die Schweiz überrollen. In der Schweiz wird man künftig die Möglichkeit haben, eine Anlage aufs Hausdach zu bauen und zum gleichen Preis Strom zu produzieren, wie man ihn sonst von einem AKW kaufen müsste.»

In den kommenden fünfzehn Jahren würden auch in der Schweiz so viele Solaranlagen gebaut, dass mehrere Kraftwerke ersetzt werden könnten. Investitionen in neue AKW seien, so Kröni, deshalb unnötig und hochriskant.

Industrie und Gewerbe sagen «Ja» zur Nachhaltigkeitsvorlage

«Energieeffizienz und Innovationen bilden die Formeln für die Märkte von morgen»

Mit diesen Worten forderte Robert E. Gubler, Präsident des Gewerbeverbandes des Kantons Zürich in der Augustausgabe der verbandseigenen Zeitung (PDF, S. 3) die KMU auf, die Herausforderungen der Energieversorgung als Chance zu nutzen und sich in diesen Märkten zu positionieren.

Seltsam nur, dass der Gewerbeverband trotz dieser Einsicht gegen die breit abgestützte Nachhaltigkeitsvorlage der Stadt Zürich antritt. Denn es gibt sie längst, die Gewerbe- und Industriebetriebe, welche aufzeigen, dass nur mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Immer mehr von ihnen engagieren sich auf Initiative der Grünen UnternehmerInnen aktiv für ein «Ja» zur Nachhaltigkeitsvorlage. Folgende Personen machen aktuell an der Inseratekampagne «Ja zur Nachhaltigkeit mit».

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Beat
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Jürg
Nipkow
Thea
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Solarline AGArchitekturbüroARENA EnergieWindcraft AG
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Christian
Meier
Karl
Viridén
Dietrich
Schwarz
Jürg
Hartmann
Energiebüro AGArchitekturbüroGlassx AGElosolar AG


Weitere Industrie- und GewerbevertreterInnen sind selbstredend hoch willkommen. Einfach hier anmelden.

Umweltschutz als treibende Kraft in der IT

Die Financial Times berichtet von der deutschen Informatik-Fachmesse «Systems», die noch bis heute ihre Tore geöffnet hat:

Die Öko-Welle erfasst, wenn auch langsam, die IT-Welt. Unter dem Stichwort "Green IT" werden umweltbewusste Lösungen und Ansätze präsentiert. Dazu zählen etwa das energieeffiziente Rechenzentrum, Potenziale der Virtualisierung, die Vermeidung von Elektroschrott oder ressourcenschonendes Druckmanagement.

An einem «komplett klimaneutralen Messestand» wird eine Musterfirma präsentiert, die aufzeigt, wie ein Unternehmen ihren Informatik- und Telekommunikationsbereich möglichst umweltfreundlich einrichten und bewirtschaften kann.

Berliner Unternehmer schmieden «Bündnis für Klimaschutz»

Um 40% will der Berliner Senat den CO2-Ausstoss in der Stadt senken - und zwar bis zum Jahr 2020. Klar, dass auch die Wirtschaft mitziehen muss. Ein Dutzend Grossbetriebe, darunter die staatlichen Wasserbetriebe, die Verkehrsbetriebe und die Stadtreinigungsbetriebe, aber auch Privatunternehmer wie der Energiekonzern Vattenfall, Siemens, Bayer und der Verband der Berliner Wohnungsbauunternehmen ziehen als «Bündnis für Klimaschutz» mit. Entstanden ist das Bündnis auf Initiative der Berliner Grünen.

Unverständliches «Nein» des Kantonalen Gewerbeverbandes

Economiesuisse und der Kantonale Gewerbeverband (KGV) mischen sich - mit auswärtigen Vertretern - in den Abstimmungskampf zum Nachhaltigkeits-Artikel für die Zürcher Gemeindeordnung ein (NZZ). Beide Verbände bekämpfen die Vorlage.

Die rund 200 Zürcher Firmen, die als Minergie-Fachpartner und -Mitglieder im Verbund mit den Produzenten von Energie aus erneuerbaren Quellen Tag für Tag den Tatbeweis erbringen, dass die Energiewende möglich ist, werden also vom Gewerbeverband ausgebremst.

Ganz anders die KMU-Gruppe des Gemeinderates: Nur zwei der 15 Mitglieder stimmten Nein zu der politisch breit abgestützten Vorlage. Es ist also durchaus möglich, dass der stadtzürcher Gewerbeverband eine andere Parole als der kantonale Dachverband beschliesst. Letzterem scheint der Bezug zur Basis zu fehlen. Der Berufsbildungsfonds, den der KGV ebenfalls bekämpfte, dürfte vor knapp zwei Wochen nur dank breiter Zustimmung bei der gewerblichen Basis so deutlich angenommen worden sein.

Grüne UnternehmerInnen europaweit

Eben wurden wir Grünen UnternehmerInnen von einer Vertreterin des französischen Pendents Entreprendre vert kontaktiert, da sie an einem Ausbau des grünen UnternehmerInnennetzwerks interessiert sind.

Höchste Zeit also, hier einmal zu erwähnen, dass es auch in Österreich und Deutschland Zusammenschlüsse grüner Unternehmungen gibt.

Einsatz für die Plafonierungsinitiative

Mehrere Mitglieder unserer UnternehmerInnenliste sind auch Teil des Wirtschaftskomitees für die Plafonierungsinitiative, welches die Zahl der Flugbewegungen in Kloten auf jährlich 250'000 begrenzen will. Heute beteiligte sich Spitzenkandidat Andreas Kyriacou an einer Aktion des Komitees. Dieses wollte anfangs Monat ein Abstimmungsplakat im Flughafen aufhängen mit der Botschaft "Lieber pünkliche als möglichst viele Flüge". Doch Unique lehnte das Plakat ab, ganz im Gegensatz zu denjenigen des gegnerischen Komitees. Deshalb gingen wir in Begleitung der Medien zum Flughafen, präsentierten das anrüchige Plakat vor Ort und forderten erneut, es aufhängen zu lassen.

Mehrere Mitglieder unserer UnternehmerInnenliste sind auch Teil des Wirtschaftskomitees für die Plafonierungsinitiative, welches die Zahl der Flugbewegungen in Kloten auf jährlich 250'000 begrenzen will. Heute beteiligte sich Spitzenkandidat Andreas Kyriacou an einer Aktion des Komitees. Dieses wollte anfangs Monat ein Abstimmungsplakat im Flughafen aufhängen mit der Botschaft "Lieber pünkliche als möglichst viele Flüge". Doch Unique lehnte das Plakat ab, ganz im Gegensatz zu denjenigen des gegnerischen Komitees. Deshalb gingen wir in Begleitung der Medien zum Flughafen, präsentierten das anrüchige Plakat vor Ort und forderten erneut, es aufhängen zu lassen.

Komiteevertreter Primus Schäppi und
Andreas Kyriacou halten das anrüchige Plakat hoch

Unique-Mediensprecherin Sonja Zöchling Stucki und Public Affairs-Verantwortlicher Jürg Suter liessen uns gewähren, konnten sich aber nicht spontan zu einer Neubeurteilung der Lage durchringen. Sie zeigten sich einzig bereit, das Plakat entgegen zu nehmen, lehnten es jedoch ab, vor laufender Kamera zu sprechen. Vielleicht führt die mediale Aufmerksamkeit noch zu einem Umdenken? Wenn nicht, muss wohl geprüft werden, wie Gerichte diese Zensur beurteilen.

Merken für den 21. Oktober: Liste 12

Unter notterieller Aufsicht (wie Regierungsrat Markus Notter schelmisch bemerkte) fand heute die Auslosung der Listennummern statt. Für die Grünen Unternehmerinnen und Unternehmer gab's die Nr 12. Wir folgen den Grünliberalen (Nr. 11) also dicht auf den Fersen :-) Verwechslungsgefahr dürfte allerdings keine bestehen. Wer sich die smartvote-Profile der beiden Listen anschaut, sieht, dass die Grünen UnternehmerInnen bereit sind, auch soziale Verantwortung zu tragen, während bei den GLP-KandidatInnen davon wenig zu spüren ist. Und gesellschaftlich liberal sind sie auch deutlich weniger.

Unsere Liste gleicht viel mehr dem Profil der Grünen Hauptliste (Listennr 4). Auch die Profile der Jungen Grünen (Nr 20) und die Grünen 55+ (Nr 21) sehen ähnlich aus.

Die Grünen UnternehmerInnen an der Züspa!

«Taten statt Worte» - dies wird von den Politikerinnen und Politikern immer wieder eingefordert, durchaus zu recht. Wir Grünen UnternehmerInnen lafern nicht nur, wir liefern auch.

Noch bis zum 30. September sind wir - in wechselnder Besetzung - täglich an der Züspa, in der Halle 6 am Stand C12 (s. Hallenplan). Öffnungszeiten: Mo-Fr 12-20 Uhr, Sa+So 10-19 Uhr. Gratis-Tickets gibt's hier.

Wir verkaufen Bio-Lebensmittel, Naturkosmetika, Veloartikel, Naturholzmöbel und anderes mehr und informieren über unsere Dienstleistungen.

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vlnr: Simone Michel, Co-Leiterin Rucksackschule; Esther Holm, Treuhänderin;
Andreas Kyriacou, Berater für Wissensmanagement; Kaspar Günthardt, Biobauer;
Julia van der Waerden, Geigenbauerin

Lancierung der Grünen UnternehmerInnenliste

Die Liste ist offiziell lanciert! (s. unsere Hauptseite, unsere Pressemappe und die Berichterstattung in der NZZ). Höchste Zeit, einen Blog mit Kommentarmöglichkeiten einzurichten. Wir sind gespannt auf Reaktionen!
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