2009

Zürcherinnen und Zürcher setzen klar auf neue Energien

79.3% der Zürcherinnen und Zürcher sagten (bei einer Stimmbeteiligung von 48.1%) gestern ja zum Zusatzkredit für die Geothermiebohrung im Triemli. Das Bekenntnis zu einer nachhaltigen Energieversorgung begann mit der wegweisenden Abstimmung vor einem Jahr zum Ausstieg aus der Atomenergie und zur Festlegung der 2000-Watt-Ziele in der Gemeindeordnung. Danach stimmten die Stimmberechtigten Rahmenkrediten für die Windenergie und für Investitionen in umweltschonende Anlagen im Verhältnis 4:1 zu.

Bemerkenswert ist, dass bei der gestrigen Abstimmung zur Geothermie der Ja-Anteil in absoluten Zahlen noch höher war als bei der 2000-Watt-Abstimmung. Die Stadtzürcher Bevölkerung unterstützt den vor einem Jahr eingeschlagenen Weg also überaus deutlich.
Energieabstimmungen Stadt Zürich

Ja zum Zürcher Geothermieprojekt!

Vor einem Jahr sagten die Zürcherinnen und Zürcher zu 76.4% «Ja» zur Vision der 2000-Watt-Gesellschaft. Diesen Mai stimmten 80.4% der Abstimmenden einer 200-Millionen-Franken-Investition in die Windenergie zu.

Am 29. November können die Stimmberechtigten erneut einen wegweisenden Entscheid treffen und auch der Geothermie in Zürich zum Durchbruch verhelfen. Im Triemli-Quartier entsteht aktuell ein Bohrloch.

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(Bild: Webcam der Firma Daldrup & Sohne AG)

Mit dieser 3200 Meter tiefen Probebohrung sollen genauere Erkenntnisse über den Zürcher Untergrund gewonnen werden. Im Dezember 2008 hatte der Gemeinderat dafür einen Kredit von 19.89 Millionen Franken bewilligt – ein zu tiefer Betrag, wie sich im Laufe des Projekts zeigte. Die nun zur Abstimmung gelangende Erhöhung auf 38.7 Millionen soll sicherstellen, dass eine Energiezentrale gebaut werden kann, die zur Förderung und Verteilung der gefundenen Wärme benötigt wird.

Es besteht bei dieser in der Schweiz noch wenig erforschten Form der Energienutzung das Risiko, dass sich trotz geologischer Vorabklärungen der Standort als ungeeignet erweist. In diesem Fall würde der Zusatzkredit nicht beansprucht. Ist das Projekt aber erfolgreich, können die Häuser der neu entstehenden Siedlung «Genossenschaft Sonnengarten» und möglicherweise weitere Bauten in der Nachbarschaft auf ökologisch musterhafte Art mit Heizenergie versorgt werden.

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Die Investition in die Geothermie ist auch eine Chance, Zürich als Standort für grüne Technologien zu etablieren. Dir Grünen UnternehmerInnen sagen deshalb klar «Ja» zur Geothermie-Vorlage.



Der ökologische Umbau der Wirtschaft - die Grünen weisen den Weg

Die Grünen Schweiz verabschiedeten heute ihren Lösungskatalog zum ökologischen Umbau der Wirtschaft. Hauptverantwortlicher Redaktor war Andreas Kyriacou, Initiant der Grünen UnternehmerInnen. Das Papier ist auf der Website der Grünen als PDF verfügbar.

«Nachhaltig profitabel» - proofit.ch zeigt Praxisbeispiele

Das Portal proofit.ch zeigt, wie Firmen «nachhaltig profitabel» werden können. Es portraitiert UnternehmerInnen und deren Betriebe und zeigt, wie sie ökologischen und sozialen Zielen nachkommen. Der Webauftritt wurde von der öbu und dem Bundesamt für Energie initiiert und gestern bei der Firma Freitag erstmals vorgestellt.

Praxisbeispiele, Checklisten und anderes mehr helfen kleinen und grösseren Betrieben selbst eigene Schritte einzuleiten.
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